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Wildes Sibirien / Altai

Termine 2017: 25.6. – 4.7.

Der Altai befindet sich im Herzen von Asien und in etwa gleicher Distanz zu den 3 Ozeanen der Erde: dem Arktischen Ozean, dem Indischen Ozean und dem Pazifik. Der Begriff Altai stammt aus einem alten türkischen Dialekt und bedeutet soviel wie „golden“. Das Altai-Gebirge ist eine riesiges unberührtes Naturgebiet fernab von jeder modernen Zivilisation. Die höchsten Gipfel ragen bis zu 4500m hoch.

Was den Altai so speziell macht, ist die Vielfalt und Nähe der Naturspektakel. So kann man den Sonnenaufgang mit dem Motorrad in Barnaul erleben, um dann den Mittag in der Taiga zu verbringen und am abend den Sonnenuntergang von einem Bergpass zu beobachten.

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1. Tag:   Ankunft in Barnaul, Flughafentransfer, Motorradübergabe
2. Tag:   Barnaul, Bijsk, Manjerok (340 km)
3. Tag:   Manjerok, Artibasch/Telzker See (220 km)
4. Tag:   Artibasch, Schifffahrt über Telzker See (80km), Tschulischman Schlucht (100 km)
5. Tag:   Tschulischman, Katu-Pass, Jarik, Tschibit (250 km)
6. Tag:   Tschibit, Tschujskij-Trail, Tschike Pass, Ursul Fluß (150 km)
7. Tag:   Ursul, Seminskij-Pass, Komarnij-Pass, Belokuricha (260 km)
8. Tag:   Rasttag in Belokuricha (70 km Motorradrundtrip, Paragliding-Flüge, Reitausflüge möglich – nicht im Preis inbegriffen)
9. Tag:   Belokuricha, Bijsk, Barnaul (60 km), Rückgabe der Motorräder
10. Tag: Flughafentransfer, Abreise

Die Motorradtour beginnt in der Hauptstadt des Altai – in Barnaul, Hauptstadt der russischen Region Altai im Süden Westsibiriens. Die Stadt wurde 1730 durch den russischen Industriellen Akinfei Demidov gegründet, der hier eine Kupferschmelze aufbaute, um die herum sich die Stadt, die heute ca. 620.000 Einwohner zählt, entwickelte. Außer Kupfer wurden hier auch große Mengen Silber verhüttet. Der Erfinder und Erbauer des ersten russischen Dampfkraftwerks Ivan Polzunov lebte lange Zeit in Barnaul. Barnaul liegt direkt an einem der größten Flüsse Sibiriens, dem Ob. In Barnaul leben viele Russlanddeutsche. Daher wurde mit deutscher Hilfe in Barnaul auch ein Russisch-Deutsches-Hauserrichtet, das als Kulturzentrum fungiert. Ferner betreibt das Goethe-Institut in Barnaul ein Sprachlernzentrum, das Deutsch-Kurse anbietet. Die Stadt hat außerdem mehrere Theater und Museen vorzuweisen.

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Nach 550 km erreichen wir den wunderschöne Telezker See auch „Perle des Altai“ genannt. Der See mit seinen 231 qkm und sehr klarem Wasser gehört zu den tiefsten Seen Sibiriens und ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Baikal See. Er hat die Form eines Knies, ist 78 km lang und durchschnittlich ca. 3 km breit bei maximal 340 m Tiefe. Der Telezker See liegt 436m über dem Meeresspiegel, ist umgeben von bis zu 2500m hohen Gebirgsketten und hat zahlreiche Zuflüsse mit einigen Wasserfällen, aber nur einen Ablauf – die Bija.

Im Großraum des Sees gibt es keine regulären Straßen und manchmal nicht einmal Pfade, wodurch die Natur im Altai Reservat besonders gut geschützt ist. Am Morgen werden wir am Ufer des Sees unsere Motorräder auf eine kleine Fähre verladen und eine unvergessliche Fahrt über den See machen, wobei wir auch den Korbu-Wasserfall besuchen werden.

Altai2Nach 6-8 Stunden Bootsfahrt gelangen wir an das Südufer des Telezker Sees. Hier entladen wir die Motorräder und fahren in das märchenhafte Tal des Flusses Tschulyschman, dem größten Zufluss des Sees. Die unbefestigte Straße windet sich durch das tiefe, lange Tal, welches teilweise nur wenige hundert Meter breit ist. Am Nachmittag gelangen wir an des Fuß des schwierigen und gefährlichen Kathu-Yarik-Passes. Dort werden wir einen Tag Rast machen und können von dort aus Abstecher in alle Richtungen machen, um die Gegend und Natur zu erkunden.

Am folgenden Tag besuchen wir die berühmten Pazarikskie Grabhügel und das dazugehörige Museum in dem Dorg Ulagan. Die Straße führt über den Ullaganski Pass zur Chuiski Piste, der Hauptroute durch den Altai, die bis in die Mongolei führt. Nach etwa 10km kommen wir zu einem schmalen Tal am Fluß Chuya. Dort werden wir bei der Flußeinmündung des Mazhoy unser Zelt-Nachlager aufschlagen und uns über dem Feuer unser abendessen zubereiten.

Vom Camp geht es über die wacklige Holzbrücke über die Chuya entlang der vernachlässigten und bröckelnden Straße (nach einem Erdbeeben 2003). Man kann einen Abstecher zum Kara-Kol See machen und die schneeweißen Gipfel des Nord-Chuyski-Gebierges bewundern und zum Gletscher Ak-Tru fahren. Wenn man Glück hat, kann man von den Altai-Schafhirten frischen (Fisch-)fang erwerben und für das abendliche Barbeque verwenden.

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Wir folgen dann weiter der Chuiski-Straße. Es geht entlang der Flüsse Chuva und Katun, über Chike-Taman, Yaboganski, Keleyski-Pass und Mariinski-Pass und schließlich zur berühmten Denisov-Höhle am der 20 m tiefen Anuy Fluß Schlucht. Die Höhle sieht aus, als wäre sie durch Menschenhand erschaffen and die Menschen wusten das schon lange Zeit zuvor zu nutzen. Archäologische Ausgrabungen förderten viele unterschiedliche Bodenschichten und darin enthaltenen Epochen der Menschheit zutage, die bis zu 800.000 Jahre zurückreichen!

In den Wäldern des mittleren Altai lebt eine bis zu 300 kg schwere rote Hirsch-Gattung – der Maral. Die Geweihe dieser Hirsche sind in Asien sehr beliebt als Allheilmittel. Dort werden die Geweihe in winzig dünne Scheiben geschnitten und z.B. als Teebeigabe genutzt. Der beim Ernten abfallende Blutsud wird gerne als Zusatz für ein Bad genutzt und soll das Immunsystem stärken. Unser Trip fällt in diese Erntezeit. In jeder Hirschfarm kann man von den Züchtern erfahren, wie diese arbeiten und kann bei Bedarf auch ein Antler-Heilbad nehmen.

Einer der letzten Rasttage ist geplant im Paragleiter-Camp „Bobrovaya zaimka“. Ein Tages-Roundtrip entlang der Flüsse Peschanaya und Solonovka, motorisiertes Paragleiten, baden oder schwimmen in eiskaltem Wasser sind die Dinge, die uns lange in Erinnerung bleiben werden.

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Auf der Straße zurück nach Barnaul machen wir einen Stopp, um den berühmten Erholungsort Belokurikha mit seinen Radon-Quellen zu besuchen. Dort fahren wir auch mit dem Sessellift auf den Berg Tserkovks und geniessen Natur und Aussicht. Das Abendessen nehmen wir in einem Mexikanischen Restaurant ein und lassen die unvergesslichen Impressionen revue passieren.

Falls die Reisegruppe das Manzherok-Camp, wo wir die erste Nacht der Reise übernachteten, noch einmal besuchen möchte, können wir dort eine 2-3 Stunden Rafting-Trip auf dem Katun Fluß machen und die Tavdinsky Höhlen und den Aya See anschauen.

Tourpreis:  € 3100,-   € 2800,-

Im Preis inbegriffen:

  • Motorradmiete (BMW G 650 GS)
  • Motorradversicherung (Vollkasko ohne Selbstbeteiligung)
  • Motorrad-Tourguide
  • Deutschsprachige Reiseleiterin
  • Gepäck- und Service-LKW
  • Hotels 3* im DZ (5x), Mongolische Jurte (1x), Holzhäuser
  • Verpflegung (ohne alkoholische Getränke)*
  • Kommunikationssystem (Funk)
  • Satellitentelefon für Notfälle (-> Rettungshubschrauber)
  • Benzin
  • Flughafentransfer

* Abendessen im Restaurant in Belokuricha nicht inbegriffen

 

Empfohlene erweiterte Ausstattung:

  • Enduro-Kleidung
  • Protektoren auch für Rücken und Schienbeine (Steinschlag)
  • Regenkombi
  • Thermounterwäsche
  • 2. Paar Handschuhe
  • Ersatzvisier
  • kleinen Rucksack
  • Schwimmsachen
  • Sonnencreme
  • Insektenschutz
  • bequeme Freizeitkleidung

Geschäftsbedingungen